Sebastian Greiber

Bundeswehrreform: Verlust von Stabskompanie in Saarlouis bitter

Saarlouis, 26.10.2011 – Der Vorsitzende und Landtagsabgeordnete des FDP Kreisverbandes Saarlouis, Christoph Kühn, bedauert die Entscheidung des Bundesverteidigungsministers de Maizière, im Zuge der Neuordnung der Bundeswehrstandorte die saarländischen Standorte in ihrer Stärke drastisch zu reduzieren. Besonders betroffen ist der Standort Saarlouis.

Hierzu Kühn: „Wir bedauern sehr, dass der Standort Saarlouis bis auf das so genannte Landeskommando abgeschmolzen wird. Der Verlust von 700 Dienststellen ist bitter für die Soldaten, die Garnisonsstadt und für den ganzen Landkreis. Denn leider ist auch Lebach von Kürzungen betroffen – Die Standorte Lebach und Merzig bleiben aber erhalten. Insgesamt soll die Stärke der Saarlandbrigade um 1350 Stellen verringert werden. Das ist hart für alle Beteiligten.

Die Verhandlungen um die saarländischen Standorte waren zäh. Trotz aller politischen Bemühungen, war ein vollständiger Erhalt aller saarländischen Standorte nicht machbar. Auch die FDP-Fraktionen im Kreistag und im saarländischen Landtag haben sich massiv eingesetzt, um das Saarland überhaupt als Bundeswehrstandort zu erhalten – was nun glücklicherweise geschehen ist. Die ursprünglichen Planungen des Bundesverteidigungsministeriums sahen vor, die Bundeswehr vollständig aus dem Saarland abzuziehen.

Es ist sinnvoll, diese Situation nun als Chance für einen Neubeginn zu sehen. Für uns Liberale ist es essentiell, dass nun umgehend mit den Planungen für ein Konversionsprogramm begonnen wird. Keinesfalls dürfen leerstehende Kasernen zu einer Verschandelung der Stadt führen. In Saarlouis muss deshalb umgehend geprüft werden, in wie fern das Bundeswehrgelände für die Ansiedlung von Industrie, Einkaufszentren oder sonstigen Einrichtungen geeignet ist. Dass dies zu einer Attraktivitätssteigerung einer Stadt führen kann zeigt etwa das Beispiel Sankt Wendel.“